Sunsniper – aus der Hüfte abgeknipst

Kameragurte gibt es inzwischen wie Sand am Meer. Nach und nach sind auch einige interessante Sondermodelle entstanden und damit meine ich nicht die normalen Gurte, die mit dem Namen des Fotografen ausgezeichnet und damit aufgewertet sind, wie z.B. der Thomas Leuthard Streetfotografie-Gurt


Spannend finde ich hier den Gurt von SUNSNIPER, mit dem man die Kamera seitlich trägt. Der Gurt ist top gepolstert, so dass die Kamera nicht ins Gewicht fällt. Befestigt wird die Kamera am unteren Stativgewinde, was schnell geht und super hält. Dadurch dass die Kamera seitlich hängt, schwingt sie weniger mit beim Laufen, als wenn sie immer auf dem dicken Bauch rumhüpft. Außerdem hat man die Kamera verdammt schnell gezogen und das Motiv abgeknipst. Shootout

Was stört? Ich finde, dass wenn man sich zwischen vielen Leuten bewegt, also mal angenommen in der Fußgängerzone von Groningen an einem Samstagvormittag, hat man ständig das Gefühl, dass einem gleich einer mit seiner Tasche gegen das wertvolle Stück bollert. Also hält man ständig die Hand zum Schutz drüber, was dann wiederum nicht so entspannt ist. Was auch komisch ist, ist die Tatsache, dass die eigene Kamera immer über Kopf hängt. Ist sicher mehr son Kopfding, aber irgendwas stimmt daran gefühlt nicht, dass die wertvolle Technik nach unten hängt. Doof ist auch der Moment, wo man die Kamera auf den Tisch ablegen möchte. Durch die untere Schraubverbindung kippelt es dann ständig beim Abstellen und die Kamera hängt unmotiviert zur Seite. Auf dem Tisch steht Bilder zu sichten oder Einstellungen zu ändern geht dann nur, wenn man die metallene Verbindung wieder löst. 

Fazit: der Gurt bietet echte Mehrwerte, durch den schnellen Zugriff & den hohen Tragekomfort. Im Bereich Menschenmengen & Ablegekomfort finde ich ihn schwächer als den klassischen, seitlich befestigten Riemen.

By the way: Für die Neurotiker unter uns gibt es den Gurt mit implementierter Stahlsehne, damit in der Bronx keiner die Kamera im Vorbeilaufen absäbelt. Kann man sich gönnen, muss aber nicht. 

Preis: zw. 45 € und 90 €, je nach Ausführung.

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